Der Arbeiskreis Fast Moving Consumer Goods (FMCG) versteht sich als Plattform für den Gedankenaustausch und die gemeinsame Erörterung politischer Fragen, die mit Konsumgütern des täglichen Bedarfs zusammenhängen.
Der Gründung des Arbeitskreises liegt die Überlegung zugrunde, dass Hersteller wie auch der Handel im Bereich der Fast Moving Consumer Goods ähnlich gelagerte Interessen haben und ähnlich gelagerte Methoden bei der Vertretung ihrer Interessen wahrnehmen. Diese Besonderheiten sollen in den Gesprächen im Arbeitskreis aufgespürt, erörtert und allenfalls mit methodischen Empfehlungen unterlegt werden.

Gemeinsamkeiten aller FMCGs sind zum Beispiel:

  • Hoher Grad an Regulierung: Konsumentenschutz, Gesundheit und Hygiene, Markenschutz, Wettbewerbsrecht, Produktsicherheit
  • Produkte stehen in starkem Wettbewerb, daher hoher Druck, politische und regulatorische Probleme effektiv zu managen
  • Regulatorische Rahmenbedingungen sind überwiegend EU-Angelegenheit, bzw. in multinationalen Verträgen geregelt
  • FMCGs werden häufig zum Gegenstand öffentlicher Kritik, vor allem Markenprodukte mit hoher Bekanntheit. Kritik richtet sich sowohl auf die Anwender-Seite (gesundheitsschädliche Süßigkeiten, pädagogisch fragwürdiges Spielzeug, Modetorheit, etc.) als auch auf die Produktions-Seite (fragwürdige Herkunft, Ressourcenverschwendung, Arbeitsbedingungen in den Produktionsländern, etc.). Gerade wegen der Bekanntheit von schnell drehenden Markenprodukten werden an ihnen nicht selten grundsätzliche Konflikte exemplarisch ausgefochten.
  • Die grundsätzliche Akzeptanz der Interessensvertretung als solcher kann nicht vorausgesetzt werden. Vor allem bei Produkten, die stark im Fokus der Kritik stehen, wird den Herstellern oder Vertreibern von FMCG oft (v.a. von NGOS, mitunter auch von der Politik) die Berechtigung abgesprochen, an den sie betreffenden regulatorischen Rahmenbedingungen selber mitzuwirken. Beispiele: Tabakindustrie bei Rauchverboten, Süßwarenhersteller bei gesundheitspolitisch motivierten Beschränkungen, etc.

Relevante Issues sind in fast allen Fällen:

  • Gesundheit
  • Jugendschutz
  • Verschwendung von Ressourcen / Wegwerfgesellschaft
  • Umweltschutz /Nachhaltigkeit in der Produktion
  • Littering, Recycling, Umweltbelastung durch das fertige Produkt
  • Fair Trade
  • Preise/Teuerung
  • Steuern, Zölle, Abgaben, Einfuhrbeschränkungen
  • Bei Produktion im Inland: Arbeitnehmer-Themen – von Arbeitsplatzsicherheit bis Lohnnebenkosten
ÖSTERREICHISCHE PUBLIC AFFAIRS-VEREINIGUNG · BREITENFURTER STRASSE 518 B · 1230 WIEN
TELEFON + 43 660 94 08 300 · E-MAIL OFFICE@OEPAV.AT · INTERNET WWW.OEPAV.AT