Österreichische Public Affairs-Vereinigung fordert weitere Maßnahmen für mehr Transparenz im Lobbying-Bereich

Wien, 20. September 2012. Ein Jahr nach ihrer Gründung fällt das Resümee der Österreichischen Public Affairs-Vereinigung (ÖPAV) bei der gestrigen Generalversammlung positiv aus: Mit eigenem Verhaltenskodex, internationaler Vernetzung und Know-How-Weitergabe hat die ÖPAV wesentlich zur Professionalisierung der Branche beigetragen und sich klar als DIE Anlaufstelle für Public Affairs in Österreich etabliert . Für die Zukunft fordert die ÖPAV eine konsequente Umsetzung des Gesetzes sowie weitere Maßnahmen für mehr Transparenz.

Die politischen Ereignisse innerhalb der Public Affairs Branche im Herbst vergangenen Jahres haben dazu geführt, dass sich engagierte Public Affairs- Expert/innen und Interessensvertreter/innen zur Österreichischen Public Affairs-Vereinigung zusammenschlossen. Seit einem Jahr gilt nun die ÖPAV als parteipolitisch unabhängige Interessensvertretung für Public Affairs-Verantwortliche in Unternehmen, Verbänden und NGOs sowie Berater/innen (Public Affairs Manager/innen). Alle derzeit über 80 Mitglieder verpflichten sich einem strengen Verhaltenskodex, der gemeinsam mit starker Internationalisierung und Vernetzung zu einer Professionalisierung und mehr Transparenz in der Branche beiträgt. Besonders hervorzuheben und auch im internationalen Vergleich ein Novum ist, dass die ÖPAV mit Dr. Peter Jann einen ehemaligen VfGH- und EuGH-Richter als Beistand gewinnen konnte.

Neuer Vorstand für die ÖPAV im Einsatz
Im Rahmen der gestrigen Generalversammlung wurde der ÖPAV-Vorstand neu gewählt: Feri Thierry (Thierry Politikberatung) wurde zum ÖPAV-Präsidenten ernannt. Als stellvertretende Präsidenten bilden den ÖPAV Vorstand: Dr. Martin Zartl (Bayer Austria) mit den Agenden Interessenvertretung, Manuel Güll, M.A. (Imperial Tobacco Austria) übernimmt das Thema Organisation. Dr. Peter Köppl (Mastermind Public Affairs Consulting) kümmert sich um Internationales, Mag. Maria Wedenig (ikp Wien) um die Medienarbeit und Mag. Christian Thonke, MA (Advocacy Advisors) um Qualitätsstandards- und Ethikfragen sowie Mag.a Veronika Haunold (Obfrau des NPO-‐Frauennetzwerks) um Aus-und Weiterbildung. Zum Finanzreferenten wurde Mag. Markus Eder (Casinos Austria) bestellt.

ÖPAV fordert weitere Maßnahmen für noch mehr Transparenz
Für das kommende Arbeitsjahr hat sich die ÖPAV weitere Transparenzmaßnahmen zum Ziel gesetzt: „Die ÖPAV begrüßt das mit 1. Jänner 2013 in Kraft tretende Lobbyinggesetz als Beitrag zu mehr Transparenz“, so Feri Thierry, Präsident der ÖPAV. „Aber das Gesetz ist nur so gut wie seine Umsetzung: Wir werden daher darauf achten, dass sich nun wirklich alle, die lobbyieren, auch eintragen, egal ob sie im Rahmen von Agenturen, Unternehmen, Verbänden, NGOs oder Rechtsanwaltskanzleien tätig sind. Und für alle sollen die gleichen Regeln gelten. Nur so macht ein Lobbyinggesetz wirklich Sinn.“
Als weitere Maßnahme fordert die ÖPAV einen Parlamentsausweis für Lobbyisten, so wie er im Europäischen Parlament oder im deutschen Bundestag üblich ist. Alle ins Lobbying-Register eingetragenen Personen erhalten diesen Ausweis, der Zutritt zum Parlament gewährt und zugleich Lobbyist/innen als solche erkennbar macht. Darüber hinaus ist die Weiterentwicklung von Transparenzmaßnahmen im politischen Entscheidungsprozess ein wichtiges Ziel der ÖPAV.

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