Ziel des Arbeitskreises ist es, eine praxisorientierte Checkliste für betroffene Unternehmen sowie BeraterInnen zu erstellen, wie diese Anforderungen der EU-Richtlinie umgesetzt werden können.

Worum geht es?
Die Richtlinie 2014/95/EU zur Angabe nichtfinanzieller und die Diversität betreffender Informationen durch bestimmte große Unternehmen und Gruppen
ändert die Rechnungslegungsrichtlinie
2013/34/EU 34>. Danach müssen die betroffenen Unternehmen künftig in ihren
Rechenschaftsberichten ihre Strategien, Risiken und Ergebnisse in Bezug auf Umwelt-, Sozial- und Arbeitnehmerbelange, Achtung der Menschenrechte, Bekämpfung von Korruption und Bestechung sowie Diversität in den Leitungs- und Kontrollorganen offenlegen. Die neuen Regeln gelten nur für Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern. Betroffen sind ungefähr 6.000 Unternehmen in der EU.

Die Richtlinie lässt den Unternehmen Spielraum dabei, die relevanten Informationen in der nach ihrem Dafürhalten sinnvollsten Form oder in einem getrennten Bericht offenzulegen. Die Unternehmen können sich auf geeignete internationale, europäische oder nationale Leitlinien ihrer Wahl stützen (z.
B. UN Global Compact, die OECD-Leitlinien für multinationale Unternehmen, ISO 26000).

Die Richtlinie ist am 6. Dezember 2014 in Kraft getreten. Sie muss jetzt von den Mitgliedstaaten innerhalb von zwei Jahren – also bis spätestens
06.12.2016 – in nationales Recht umgesetzt werden. Das Bundesministerium für Justiz hat dazu einen Stakeholder-Dialog eingerichtet, der am 31. August
2015 geendet hat. Hier das Konsultationspapier dazu.
https://www.justiz.gv.at/web2013/html/default/2c94848b4d8ffcf9014db85c84ab04
82.de.html

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