6. Public Affairs Kongress
Zeit und Ort
Freitag, 17. Oktober 2025, 08:30 – 15:00 Uhr | 1060 Wien, Getreidemarkt 9
Technische Universität (TU) Wien, Campus Getreidemarkt | TUtheSky
Internationale Konflikte beeinflussen politische Entscheidungsprozesse immer direkter. Gleichzeitig steigen die Erwartungen an Haltung, Nachhaltigkeit und Verantwortung von Unternehmen – oft unter schwierigen Voraussetzungen.
Unser 6. Public Affairs Kongress 2025 widmet sich diesen Herausforderungen mit zwei inspirierenden Keynotes und anschließenden Podiumsdiskussionen, die Orientierung geben und Impulse für die tägliche Praxis setzen. Wir laden Sie herzlichst dazu ein.
Programmablauf
| 08.30 – 09.00 | Einlass / Networking / Breakfast | |
| 09.00 – 09.15 | Begrüßung /Anmoderation | Peter Köppl, ÖPAV |
| KEYNOTE 1 09.15 – 10.00 | „Macht. Märkte. Meinungsbilder – Public Affairs im globalen Umbruch“ | Vortrag Ansgar Baums inkl. Fragerunde |
| DISKUSSION 10.00 – 10.45 | Podiumsdiskussion | Ansgar Baums Ronald Pichler, Pharmig Matthias Pirs, AT&S Jutta Fabjan, Verbund |
| SHOWCASE 10:45 – 11.15 | Wien KI & Wissensdatenbanken für den dienstlichen Gebrauch in der Stadt | Vortrag Michel Seehuber, Stadt Wien |
| PAUSE 11.15 – 11.45 | Kaffeepause | |
| KEYNOTE 2 11.45 – 12.30 | Reputationsrisiko Haltung? Über ESG- und Diversity-Müdigkeit und neue Erwartungslagen | Vortrag Dr. Lisz Hirn |
| DISKUSSION 12.30 – 13:15 | Podiumsdiskussion | Lisz Hirn Katharina Schönauer, KPMG Marianne Neumüller-Klapper, Nestlé Nespresso Katha Häckel-Schinkinger, Kommunikationsberaterin |
| LUNCH 13:30 – 15.00 | Netzwerken / Flying Lunch |
Moderation: Yilmaz Gülüm, Redakteur und Moderator des Politik-Magazins Report im ORF
Speaker und Podiumsdiskussionen
„Macht. Märkte. Meinungsbilder – Public Affairs im globalen Umbruch“
- Ansgar Baums, Keynote
Senior Adviser bei Sinolytics, Experte für Government Relations/Geopolitisches Risikomanagement
Ansgar Baums ist ein anerkannter Experte für geopolitisches Risikomanagement und digitale Strategie. Er berät als Senior Advisor bei Sinolytics sowie bei SUB Erste Lesung und ist non-resident Senior Fellow am Stimson Center. 2023 war er Helmut Schmidt Fellow des German Marshall Fund.
Führungsrollen bei HP, Zoom und SAP sowie Stationen bei Bitkom und dem Bundesamt für Verfassungsschutz unterstreichen seine Expertise.
Im Anschluss an die Keynote diskutieren Expert:innen gemeinsam mit Ansgar Baums über aktuelle geopolitische Veränderungen im Public Affairs Bereich.
„Reputationsrisiko Haltung? Über ESG- und Diversity-Müdigkeit und neue Erwartungslagen“
- Lisz Hirn, Keynote
Philosophin, Publizistin, Dozentin und freiberufliche Künstlerin
Lisz Hirn ist Philosophin, Publizistin und Dozentin mit Schwerpunkt auf politischer Philosophie, interkultureller Ethik und philosophischer Praxis. Sie lehrt an der Universität Wien und der TU Wien, war Fellow am Forschungsinstitut für Philosophie in Hannover und Residency Awardee am Adishakti Laboratory in Indien. Zudem ist sie Obfrau des Vereins für praxisnahe Philosophie, Vorstandsmitglied der Gesellschaft für angewandte Philosophie und international auch künstlerisch tätig.
Ebenfalls im Anschluss an die Keynote findet eine Diskussionsrunde zwischen Lisz Hirn und weiteren ausgewählten Expert:innen statt.
Showcase
- Michel Seehuber: „WienKI & Wissensdatenbanken für den dienstlichen Gebrauch in der Stadt Wien“
Leiter Cloud Technologien (GAT4), Cloud Enterprise Architekt, Wien Digital
anschließend Netzwerken & Flying Lunch
Anmeldung
Die Kongressteilnahme ist kostenlos. Teilnehmer:innen, die trotz Anmeldung nicht zur Veranstaltung erscheinen, erhöhen die Kosten für die ÖPAV. Wir ersuchen Sie daher um Ihre
verbindliche Anmeldung bis zum 26. September 2025 an office@oepav.at.
Wir freuen uns auf einen inspirierenden Austausch,
Ihr ÖPAV-Vorstand
5. Public Affairs Kongress
18. Oktober 2024
Wann: Freitag, 18. Oktober 2024, 08:30 – 15:00 Uhr
Wo: Saal der Labstelle (Wollzeile 1, 1010 Wien)
Programm
Wir laden Sie herzlich ein, beim 5. Public Affairs Kongress mit hochkarätigen Gästen
folgende Themen zu diskutieren:
- Nachhaltigkeitsreporting
- Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) in Public Affairs
- die Nationalratswahl sowie die Herausforderungen der nächsten Legislaturperiode
Speaker
- Peter Tulkens, Public-Affairs-Experte sowie Partner & Head of Green Transition, FIPRA International (Brüssel): „On the road towards ESG compliance: what role to play for government affairs?”
- Julian Lambertin, Datenwissenschaftler und Persuasionspsychologe sowie Leiter Bereich Datenanalyse für strategische Kommunikation, FTI Consulting in Europa, dem Nahen Osten und Afrika (München): „AI in Public Affairs: tools, strategies, and implications”
- Christina Helf, Strategische Kommunikations- und Polit-Expertin sowie Initiatorin der KI-Plattform parlament.fyi: „Mit KI durch den politischen Dschungel: parlament.fyi als Co-Pilot für Public Affairs Profis“
Podiumsdiskussion
Anschließend an die Vorträge diskutieren Expert:innen über „Game of Votes: Ein Blick auf das Wahlresultat 2024“:
- Dr. Kathrin Stainer-Hämmerle, Politik- und Rechtswissenschaftlerin
sowie Professorin für Politikwissenschaft an der Fachhochschule Kärnten - Sara Grasel, Chefredakteurin und langjährige Wirtschaftsjournalistin,
Selektiv – Das neue Medium für Wirtschaft in Österreich - Dr. Petra Bernhardt, Politikwissenschaftlerin sowie Hochschullehrgangsleiterin
an der FH Campus Wien
anschließend Netzwerken & Flying Lunch
Anmeldung
Die Kongressteilnahme ist kostenlos. Personen, die trotz Anmeldung nicht zur Veranstaltung erscheinen, erhöhen die Kosten für die ÖPAV. Wir ersuchen Sie daher um Ihre verbindliche Anmeldung bis zum 4. Oktober 2024 an office@oepav.at.
Wir freuen uns auf einen inspirierenden Austausch,
Ihr ÖPAV-Vorstand
Mitreden in der digitalen Agora
Autoren: Joachim Kurz & Walter Osztovics | 10. Mai 2022
Edward Strasser ist Gründer und CEO einer Organisation, deren Name zunächst wie ein Widerspruch in sich klingt: Innovation in Politics Institute. Die Mitarbeiter:innen dieses Instituts suchen europaweit Menschen mit neuen Ideen zur Belebung der Demokratie. Sie vernetzen und dokumentieren solche Innovationen. Einmal im Jahr lässt das Institut interessante Initiativen durch eine Fachjury sowie durch Bürger:innen bewerten. Die besten Ideen erhalten dann einen der Innovation in Politics Awards. Beim Treffen mit dem Arbeitskreis Digital Public Affairs beschrieb Strasser, wie digitale Instrumente mehr Partizipation und Bürgernähe schaffen können – und dazu zwingen, politische Prozesse neu zu denken.
Die Krux mit den Umfragedaten
Autorin: Christina Helf | 30. März 2022
Echtzeit-Daten gelten als Gamechanger der Umfragewelt. Das Berliner Umfrageinstitut Civey macht sich mit einer neuartigen Erhebungsmethode den Trend zunutze.
Daten sind das neue Gold der Kommunikationswelt. Sie sind ein Schatz, den Organisationen besser vorgestern als heute erheben sollten. Denn was gestern vielleicht noch als “trendig” oder richtig galt, kann in wenigen Stunden schon “old news” sein. Konventionelle Umfragemethoden wie Tür zu Tür oder Telefon-Interviews, die oft lange dauern und teuer sind, stehen daher zunehmend auf dem Prüfstand. Die Krux liegt in der Schnelligkeit und Qualität der Datenerfassung. Das Berliner Unternehmen Civey mischt den Polit-Betrieb für Umfragen in Deutschland auf – mit einer neuen Herangehensweise. Was macht es anders? Der Arbeitskreis Digital Public Affairs hat recherchiert!
Informiert sein, Mitreden, Interessen geltend machen – aber alles digital
Autor: Walter Osztovics | 10.12.2021
Demokratische Mitwirkung erfordert Information. Diese Information ist eine Bringschuld der Politik und zugleich eine wichtige Voraussetzung, damit Partizipation, Interessenvertretung und schließlich Lobbying fair und transparent möglich werden. Digitale Tools können in diesem Feld eine wichtige Rolle spielen und auf vielfältige Weise dazu beitragen, dass ein informierter und zugleich breiter Diskurs um politische Fragen möglich ist.
Zu diesem Ergebnis kam eine Diskussionsrunde auf der Plattform Stakedate zum Thema „Information & Demokratie – die Chancen der Digitalisierung von Public Affairs“. Stakedate-Mitgründer Theo Koch diskutierte mit den Public-Affairs-Experten Andreas Kovar (Kovar & Partners) und Lisa Henhofer (Wien Energie) sowie mit der Nationalratsabgeordneten Ewa Ernst-Dziedzic (Grüne).
Amtsgeheimnis oder Informationsfreiheit?
Autor: Nico Stella | 30. November 2021
Was das Informationsfreiheitsgesetz demokratiepolitisch und für Public Affairs Management bedeutet und warum die Umsetzung digitaltauglich sein muss.
Anfang des Monats wurde im Verfassungsausschuss über die Abschaffung des Amtsgeheimnisses und die Verankerung einer Informationspflicht diskutiert. Den beiden diesbezüglichen Anträgen der Sozialdemokraten wurde eine seltene Ehre zuteil: eine ‚durchaus wertschätzende Vertagung‘ (sic: Abg. Christian Stocker) durch die Regierungsparteien. Die zuständige Verfassungsministerin betone zwar das Commitment der Regierung für die Umsetzung des Informationsfreiheitsgesetzes und verwies auf den Ministerialentwurf des Frühjahrs, lies sich aber nicht zur Nennung eines Termins für eine Regierungsvorlage hinreißen.
Nun erhielt der im Februar von den Koalitionspartnern als solider Kompromiss gefeierte Entwurf in der Begutachtungsphase der Begutachtungsphase stattliche 189 Stellungnahmen, die es zu beachten gilt. Die überlange Verzögerung lässt sich vor allem vor einem Umstand leicht erklären – den starken Bedenken der Bundesländer und Gemeinden. Offiziell geht es dabei um Sorgen vor dem erwartbar größeren Aufwand für die Behörden. Die Vermutung liegt nahe, dass in Wirklichkeit jedoch der steigende Rechtfertigungsdruck der Behörden gegenüber dem Souverän mit ausschlaggebend war. Gerade diesem Souverän – den Bürger*innen – soll dieses Gesetz überhaupt zugutekommen. Konkret ist ein Hauptgesichtspunkt des Entwurfs: ‚Staatliches Handeln soll für jedermann weitestgehend transparent gemacht (werden)‘, indem ‚staatliche Transparenz zur Regel und Geheimhaltung zur Ausnahme gemacht (wird)‘.
Clubhouse ist tot, aber Social Audio-Streaming lebt.
Autor: Joachim Kurz | 06. August 2021
In den letzten Wochen hörte man wieder einmal etwas von Clubhouse. Clubhouse? Ja genau. Die Social Audio-App, die im Jänner 2021 einen kleinen Hype in der polit-medialen Bubble auslöste, nur um wenige Wochen später schon wieder totgesagt zu werden.
Zum einen sorgten die Meldungen über ein mögliches Datenleck für Aufsehen. Zum anderen verkündete Clubhouse einige technische Neuerungen. Die App ist nun endlich auch für Android-Geräte verfügbar und Invites nicht mehr nötig. Diese anfänglich verknappende Exklusivität ist also vorbei. Zudem sind nun Direktnachrichten möglich und an einer Payment-Funktion wird gearbeitet. Und auch Twitter (Spaces), Facebook (Live Audio Rooms) und Spotify (Greenroom) brachten zuletzt ihre eigenen Social Audio-Angebote an den Start.
Aber abseits davon stellt sich die Frage: Interessieren Social Audio-Apps überhaupt noch irgendjemanden? Und war der Hype nur ein eigenartiges Zusammenwirken von Lockdown-Madness, blindem Technologie-Wahn und einer Polit-Bubble auf der Suche nach Orientierung im Umgang mit neuen Tools?
Wunderwaffe Clubhouse? Eine Bubble und ihr Hype.
Im schier endlosen Lockdown-Winter waren persönliche Aufeinandertreffen schon seit Monaten nur mehr eingeschränkt und seit Wochen gar nicht mehr möglich. Der politische Betrieb fand nur noch digital statt. Die Substitution durch soziale Medien wie Twitter oder Facebook war und ist für die meisten unbefriedigend und machte die Sehnsucht nach etwas Echtem, Bedeutungsvollen und Realen nur größer – auch durch die immer giftigere Stimmung rund um COVID-Themen auf diesen Netzwerken.

Christian Lendl
Klaus Ranger
Labstelle, Marcel Drabits
© Christian Lendl








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